Der niederländische Modellbahner Leo Bettonviel hatte bei der Modelleisenbahn-Messe „Faszination Modellbahn“ in Mannheim im März 2026 seine Kleinanlage mit dem Titel „Morenci Mining District Arizona“ präsentiert. Die Modellbahnanlage ist mittlerweile europaweit bekannt, da sie auf fast allen namhaften Ausstellungen, beispielsweise „Dutch US Convention“ oder „On traXS“ in Utrecht sowie bei den „Nederlandse Modelspoordagen“ dem Publikum vorgeführt wurde.
Die Modellbahnanlage repräsentiert das Bergbaugebiet „Morenci Mine“, eine große Kupfermine in Arizona in den Vereinigten Staaten von Amerika in den 1930er Jahren. Die Modelleisenbahn, die auf einer Fläche von ungefähr einem Quadratmeter aufgebaut ist und sich auch einen Meter in die Höhe erstreckt, wurde in den Maßstäben On30 (Spur 0e), H0 und O14 gebaut, um eine entsprechende Tiefenwirkung zu erzielen.
Die Modelleisenbahn-Nenngröße O14 ist in Deutschland relativ unbekannt. Dieser Maßstab dient zur originalgetreuen Nachbildung von Schmalspurbahnen (610 mm) im Maßstab 1:43,5 unter Verwendung von Gleisen mit einer Spurweite von 14 mm. Erstmals ist die Nenngröße O14 im September 1951 in der Zeitschrift „Model Railway Constructor“ von Douglas Clayton im Artikel „A Narrow Gauge Layout“ erwähnt worden. Douglas Clayton befürwortete für den Finescale-Modellbau von Schmalspurbahnen die Spurweite H0 abzüglich 2,5 mm. In Bezug auf die Entwicklung dieser besonderen Baugröße für schmalspurige Modelleisenbahnen geschah fast 40 Jahre lang kaum etwas bis schließlich in der Zeitschrift „Narrow Gauge and Industrial Railway Modelling Review“ die 14,0-mm-Schienen von Roy C. Link als authentischere Spurweite, also besser als 16,5-mm-Schienen, definiert wurde. Dass diese Baugröße O14 definiert und standardisiert wurde, hat schlussendlich auch damit zu tun, dass Hersteller von Modellbahnzubehör und Bausätzen exakte Maßstäbe verwenden können, um ihren Finescale-Modellen mehr Realismus und Authentizität zu geben.
Entsprechend glänzt das Bergbau-Modellbahn-Diorama von Leo Bettonviel nicht nur mit der exakten Maßstab-Spurweiten-Kombination für Schmalspurbahnen, sondern auch durch einen hohen Grad an Verarbeitung, Beleuchtung und digitaler Steuerung. Insbesondere sind hierbei die vielen Stützbalken und Rundhölzer zu nennen, die aus echtem Holz in den Tunnelportalen, Gebäuden und Brücken verbaut worden sind.
Video bei YouTube:
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