Der Name der Eisenbahngesellschaft „West Side Lumber Company“ verrät schon, dass diese Modelleisenbahn irgendetwas mit Motiven nach US-amerikanischem Vorbild zu tun hat. René Paul, ein Eisenbahnliebhaber und Modellbauer aus den Niederlanden, hat eine Rangieranlage und zugleich Schauanlage in der Nenngröße 0 geschaffen, um Modelle von Getriebelokomotiven bzw. Getriebe-Dampflokomotiven zu präsentieren.
Getriebelokomotiven sind Dampflokomotiven, bei denen die durch Schubkurbelgetriebe erzeugte Drehbewegung über Gelenkwellen und Kegelradgetriebe zu den Treibradsätzen weiter geleitet wird. Die Notwendigkeit, solche Lokomotiven zu konstruieren, entstand bei Feldbahnen und Waldbahnen, die häufig auf Strecken mit engen Kurven, mit starken Steigungen und oft mit nur schlecht verlegten Gleisen fahren mussten. Es brauchte seinerzeit Lokomotiven, die an allen Achsen angetrieben werden und darüber hinaus noch möglichst klein und wendig sein sollten.
Diese Anforderungen ließen Getriebelokomotiven entstehen, bei denen alle Achsen über Zahnradgetriebe angetrieben werden. Hervorzuheben sind vier bekannte amerikanischen Bauarten, nämlich Shay, Climax, Heisler und Baldwin. Im Zeitraum von 1880 bis 1945 entstanden knapp 4.000 Getriebelokomotiven, die vor allem im Holzgewerbe eingesetzt wurden und auf Schmalspurgleisen verwendet wurden.
Diese Vorgaben, also Schmalspurbahn, Holzgewerbe und Dampfloks, ließen bei René Paul die Idee heranwachsen, die US-amerikanische West Side Lumber Company auf einer Modellbahnanlage darzustellen. So entstand sein Diorama, das etwa 2,85 Meter lang und 0,60 Meter breit ist.
Von einem durchgehenden Hauptgleis im Vordergrund zweigt eine Weiche ab, worüber zwei Lagerhäuser und Schuppen mit entsprechendem Gleisanschluss auf der linken Anlagenseite bedient werden. Auf der rechten Anlagenseite befinden sich ein Lokschuppen für Schmalspurbahnen sowie ein Werkstattgebäude, wo Dampfloks gewartet werden. Die Modellbahn ist in Spur 0 gebaut bzw. in der amerikanischen Nenngröße On3, also im Maßstab 1/48 (Schmalspur), was in der Realität einer Spurweite von ca. 900 mm entspricht.
Besonders erwähnenswert ist, dass alle Gleise und Weichen von Hand gefertigt worden sind. Es wurden keinerlei Bausätze oder Fertigmodelle genutzt. Extrem detailliert sind auch die Übergänge der Schienenstöße modelliert worden, denn hier kommen die klassischen Laschenverbindungen zum Einsatz. Auch alle Gebäude sowie die meisten Fahrzeuge sind Sonderanfertigungen. Fast alle Modellfiguren sind handbemalt.
Video bei YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=1ixp1RkVfkk








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