Modelleisenbahn von Stuttgart in Spur N - Lebenswerk von Wolfgang Frey - Stellwerk S Herrenberg

Veröffentlicht am 17. September 2021
Modelleisenbahn von Stuttgart in Spur N - Lebenswerk von Wolfgang Frey - Stellwerk S Herrenberg

Hinter der Modelleisenbahn von Stuttgart verbirgt sich das Lebenswerk von Wolfgang Frey, das heute in der Modellbahnausstellung mit dem Namen „Stellwerk S“ in Herrenberg präsentiert wird. Wolfgang Frey, der im Jahre 2012 verstorben ist, hatte am 2. November 1978 mit dem Bau seiner Modellbahn mit dem Thema „Stuttgart Hauptbahnhof“ im Maßstab Spur N begonnen. Mehr als 30 Jahre lang baute Wolfgang Frey nicht nur eine fiktive Modellanlage. Nein, er hatte die unglaubliche Vorstellung, ein exaktes Abbild des Stuttgarter Hauptbahnhofes, seiner Gleisanlagen, seiner umliegenden Gebäude und Straßen sowie seiner Vororte in absoluter Detailbesessenheit im Maßstab 1:160 nachzubauen.

Ursprünglich hatte Wolfgang Frey mit der Konstruktion in Spurgröße H0 begonnen, mußte jedoch sehr schnell feststellen, dass die Proportionen seines geplanten Stadtmodells im Maßstab 1:87 unendlich große Ausmaße annehmen würden. So wechselte er zur Spur N und begann zunächst mit der Erstellung des Empfangsgebäudes des Stuttgarter Hauptbahnhofes. Es folgten die Bahnsteige und schließlich auch die Randbahnhöfe Nord, West und Bad Canstatt.

Im Alleingang baute Wolfgang Frey an seiner Miniaturwelt. Tausende von Fotos und unzählige Stunden der Recherche waren nötig, um Gebäude und Straßenzüge vorbildgetreu zu modellieren. Da es freilich keine Stuttgarter Modellhäuser im Handel zu kaufen gab, entstanden die Gebäudemodelle in filigraner Handarbeit. Er baute sein Stuttgart mit allen Materialien, die sich ihm boten; dazu gehörten neben alten Schildern auch Haushaltsmaterialen, Preßspanplatten und Dachlatten.

Viele Zuschauer von Pennula werden beim Anblick dieser und anderer Videosequenzen sehr schnell bemerken, dass die Spur N Anlage heute - also 43 Jahre nach Baubeginn - stellenweise über erhebliche Mängel verfügt. Manche konstatieren sogar, dass die Modellanlage in einem schlechten Zustand sei. Ja, das ist leider richtig! Doch der plötzliche Tod Wolfgang Freys vor fast zehn Jahren führte dazu, dass wir heute ein zwar einzigartiges, aber leider nie fertiggestelltes Kunstwerk sehen, das durch Lager-, Transport- und Wasserschäden sehr in Mitleidenschaften geraten ist.

Nach 2012 war die Modellbahn nur wenigen Menschen zugänglich gewesen und fast schon in Vergessenheit geraten. Erst durch den Einsatz von Rainer Braun und den tatkräftigen Helfern vom Modelleisenbahnclub Herrenberg und Gäu e.V. konnten Fragmente, Module und Segmente am alten Standort abgebaut und in der Ausstellung „Stellwerk S“ in Herrenberg größtenteils wieder neu aufgebaut werden. Und wer sich im Modellbau auskennt, weiß, welche katastrophalen Folgen das Abbauen und Neuaufbauen haben - erst recht dann, wenn eine Modellanlage ursprünglich als permanente, feststehende Anlage für die Ewigkeit konzipiert war. Dies erklärt, warum derzeit nur wenige der zahlreichen Gleise befahrbar sind, warum es keine digitale Modellbahnsteuerung gibt und warum tausende von Kabeln und Weichen bislang noch nicht verdrahtet sind.

Der notwendige Bauplan, seine Verdrahtung und die Steuerung über das eigens nachgebaute Stellwerk existierten in Wolfgang Freys Kopf und sind mit seinem Tod unwiederbringlich verlorengegangen. Es braucht sehr viel ehrenamtliche Arbeitszeit bis aus der Stuttgarter Modelleisenbahn ein „Miniatur Wunderland“ wird. Allerdings - soviel darf man posthum vermuten - hatte Wolfgang Frey niemals die Absicht ein Phantasieland zu bauen. Er wollte ein originalgetreues Modell von Stuttgart und seiner Eisenbahninfrastruktur schaffen. Und dass er ein Abbild der Wirklichkeit geschaffen hat, ist unbestritten, zumal die Vergangenheit auf Wolfgang Freys Modelleisenbahn weiterlebt, denn wenn er ein Gebäude gebaut hatte, blieb es stehen, selbst wenn es in der Wirklichkeit abgerissen wurde.

Dass er ganz gewiß kein Miniaturland erschaffen wollte, wird auch an den Ausmaßen deutlich, die die Modelleisenbahnanlage kurz vor Wolfgang Freys Tod hatte: Allein die Modellanlage nahm eine Fläche von knapp 800 Quadratmetern ein; dazu gehörten noch etwa 90 Quadratmeter für den Nachbau des Stellwerks, das gleichzeitig als Steuerzentrale für die Modellzüge diente. Bahnbetrieb und Bahntechnik waren sein Ding, so hatte er den Bedienraum mit Stelltischfeldern des echten Stellwerks der damaligen Deutschen Bundesbahn im Maßstab 1:1 nachgebaut. Auf seiner Internetseite schrieb Wolfgang Frey seinerzeit, dass 17 Computersysteme die Modellanlage und das Stellwerk steuerten, wobei Hardware und Software selbst entwickelt wurden, um den Stuttgarter Fernverkehr sowie Nahverkehr und S-Bahnen auf 540 Weichen, 50 Gleissperren und 90 Hauptsignalen in Spur N zu koordinieren.

Wolfgang Frey hat eine der größten, privaten Modelleisenbahnen in Deutschland geschaffen, die uns heute eine Reise in die Vergangenheit erlaubt. Wir sehen ein exaktes Abbild der Landeshauptstadt Stuttgart in jenen Stilen und Epochen, wie sie Wolfgang Frey in seinen entsprechenden Bauphasen optisch und architektonisch nachempfunden hat.


Modellbahn-Video Nr. 439

Modelleisenbahn von Stuttgart in Spur N - Lebenswerk von Wolfgang Frey - Stellwerk S Herrenberg
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=UN1G5p8_vCE

Bilder

Hinter der Modelleisenbahn von Stuttgart verbirgt sich das Lebenswerk von Wolfgang Frey, das heute in der Modellbahnausstellung mit dem Namen „Stellwerk S“ in Herrenberg präsentiert wird.

Wolfgang Frey, der im Jahre 2012 verstorben ist, hatte am 2. November 1978 mit dem Bau seiner Modellbahn mit dem Thema „Stuttgart Hauptbahnhof“ im Maßstab Spur N begonnen.

Mehr als 30 Jahre lang baute Wolfgang Frey nicht nur eine fiktive Modellanlage.

Nein, er hatte die unglaubliche Vorstellung, ein exaktes Abbild des Stuttgarter Hauptbahnhofes, seiner Gleisanlagen, seiner umliegenden Gebäude und Straßen sowie seiner Vororte in absoluter Detailbesessenheit im Maßstab 1:160 nachzubauen.

Ursprünglich hatte Wolfgang Frey mit der Konstruktion in Spurgröße H0 begonnen, mußte jedoch sehr schnell feststellen, dass die Proportionen seines geplanten Stadtmodells im Maßstab 1:87 unendlich große Ausmaße annehmen würden.

So wechselte er zur Spur N und begann zunächst mit der Erstellung des Empfangsgebäudes des Stuttgarter Hauptbahnhofes.

Es folgten die Bahnsteige und schließlich auch die Randbahnhöfe Nord, West und Bad Canstatt.

Im Alleingang baute Wolfgang Frey an seiner Miniaturwelt.

Da es freilich keine Stuttgarter Modellhäuser im Handel zu kaufen gab, entstanden die Gebäudemodelle in filigraner Handarbeit.

Er baute sein Stuttgart mit allen Materialien, die sich ihm boten; dazu gehörten neben alten Schildern auch Haushaltsmaterialen, Preßspanplatten und Dachlatten.

Viele Zuschauer von Pennula werden beim Anblick dieser und anderer Videosequenzen sehr schnell bemerken, dass die Spur N Anlage heute - also 43 Jahre nach Baubeginn - stellenweise über erhebliche Mängel verfügt.

Manche konstatieren sogar, dass die Modellanlage in einem schlechten Zustand sei.

Doch der plötzliche Tod Wolfgang Freys vor fast zehn Jahren führte dazu, dass wir heute ein zwar einzigartiges, aber leider nie fertiggestelltes Kunstwerk sehen, das durch Lager-, Transport- und Wasserschäden sehr in Mitleidenschaften geraten ist.

Nach 2012 war die Modellbahn nur wenigen Menschen zugänglich gewesen und fast schon in Vergessenheit geraten.

Erst durch den Einsatz von Rainer Braun und den tatkräftigen Helfern vom Modelleisenbahnclub Herrenberg und Gäu e.V. konnten Fragmente, Module und Segmente am alten Standort abgebaut und in der Ausstellung „Stellwerk S“ in Herrenberg größtenteils wieder neu aufgebaut werden.

Und wer sich im Modellbau auskennt, weiß, welche katastrophalen Folgen das Abbauen und Neuaufbauen haben - erst recht dann, wenn eine Modellanlage ursprünglich als permanente, feststehende Anlage für die Ewigkeit konzipiert war.

Dies erklärt, warum derzeit nur wenige der zahlreichen Gleise befahrbar sind, warum es keine digitale Modellbahnsteuerung gibt und warum tausende von Kabeln und Weichen bislang noch nicht verdrahtet sind.

Der notwendige Bauplan, seine Verdrahtung und die Steuerung über das eigens nachgebaute Stellwerk existierten in Wolfgang Freys Kopf und sind mit seinem Tod unwiederbringlich verlorengegangen.

Es braucht sehr viel ehrenamtliche Arbeitszeit bis aus der Stuttgarter Modelleisenbahn ein „Miniatur Wunderland“ wird.

Allerdings - soviel darf man posthum vermuten - hatte Wolfgang Frey niemals die Absicht ein Phantasieland zu bauen.

Er wollte ein originalgetreues Modell von Stuttgart und seiner Eisenbahninfrastruktur schaffen.

Und dass er ein Abbild der Wirklichkeit geschaffen hat, ist unbestritten, zumal die Vergangenheit auf Wolfgang Freys Modelleisenbahn weiterlebt, denn wenn er ein Gebäude gebaut hatte, blieb es stehen, selbst wenn es in der Wirklichkeit abgerissen wurde.

Dass er ganz gewiß kein Miniaturland erschaffen wollte, wird auch an den Ausmaßen deutlich, die die Modelleisenbahnanlage kurz vor Wolfgang Freys Tod hatte.

Allein die Modellanlage nahm eine Fläche von knapp 800 Quadratmetern ein; dazu gehörten noch etwa 90 Quadratmeter für den Nachbau des Stellwerks, das gleichzeitig als Steuerzentrale für die Modellzüge diente.

Bahnbetrieb und Bahntechnik waren sein Ding, so hatte er den Bedienraum mit Stelltischfeldern des echten Stellwerks der damaligen Deutschen Bundesbahn im Maßstab 1:1 nachgebaut.

Auf seiner Internetseite schrieb Wolfgang Frey seinerzeit, dass 17 Computersysteme die Modellanlage und das Stellwerk steuerten, wobei Hardware und Software selbst entwickelt wurden, um den Stuttgarter Fernverkehr sowie Nahverkehr und S-Bahnen auf 540 Weichen, 50 Gleissperren und 90 Hauptsignalen in Spur N zu koordinieren.

Wolfgang Frey hat eine der größten, privaten Modelleisenbahnen in Deutschland geschaffen, die uns heute eine Reise in die Vergangenheit erlaubt.

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Der Filmemacher Markus Lenz präsentiert unter der Marke „Pennula“ seit vielen Jahren Videos von Modelleisenbahnen aus ganz Europa und Übersee. Auf dieser Internetseite sind alle Modellbahn-Videos chronologisch wie in einem Tagebuch („Blog“) nach Spurweite und Nenngröße aufgelistet.